Jg 10, Stärker als der Tod, Dali und Begriff Sterben

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Sachinformationen zur Abendmahlsdarstellung des Malers Salvatore Dali (1904-1989)

  • Das Bild S. 102/103 knüpft an die berühmte Abendmahlsdarstellung von Leonardo da Vinci an
  • Es will aber keine realistische Darstellung sein, sondern verknüpft die Realität mit Visionen
  • Ungewöhnlich: Jesus ist bartlos, die Jünger wirken verzweifelt und traurig, denn sie haben alle gesenkte Köpfe
  • Ins Auge fallen die beiden gebrochenen Hälften eines Brotes und ein Glas mit Wein
  • Gleiches gilt für die Gesten Jesu: die linke Hand zeigt auf ihn selbst, die rechte deutet auf ihn als Gekreuzigten, überdimensional groß dargestellt, mit nacktem Oberkörper. Er scheint zu segnen oder zu beschützen
  • Auffallend sind auch die vielen „Stahlträger“ mit den Fenstern (?). Sie bilden die Form eines Zwölfecks (Duodekaeder), wohl ein Symbol für das Universum
  • Im Hintergrund sieht man einen See oder ein Meer mit Bergen, die in ein goldenes Licht getaucht sind. Das gibt dem ganzen Bild einen mystischen Akzent und soll Hoffnung vermitteln
  • Die „Ich-bin-Worte“ passen sehr gut zum Bild. Sie verdeutlichen die zentrale Bedeutung Jesu für den christlichen Auferstehungsglauben. Das Bild nimmt alle Begriffe auf (Brot, Licht, Leben, Angst und Hoffnung)

 

Zum Film „Das Beste kommt zum Schluss“ siehe die ausführliche Inhaltsangabe in Wikipedia!

 

Mögliche Umschreibungen des Wortes „Sterben“ kann man in vier Gruppen einteilen:

  1. Beschönigende Begriffe wie „entschlafen“, „letzte Reise antreten“ etc…
  2. Begriffe mit religiösem Bezug: „zu Gott heimgehen“, von Gott abberufen werden“ etc..
  3. Drastische Begriffe: „abkratzen“, „krepieren“, „verrecken“, „abnippeln“ etc..
  4. Humoristische Begriffe: „ins Gras beißen“, „die Radieschen von unten betrachten“ etc…