7be/7acdf – was ist Freiheit eigentlich (theologisch-philosophisch)

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Karikatur S. 34, A1 S.35:

Grau-brauner Raum, offen, Wand. Kind malt bunten Vogel an Wand.

Mann kommt, will Vogel einfangen. Käfig ist echt, Vogel aber nur ein Bild, das man nicht einfangen kann.
Der bunte Vogel ist Symbol für Freiheit, die man nicht wegnehmen/ einsperren kann

 

S35/ A2: Was Freiheit für mich (konkret) bedeutet. Gibt’s so etwas für mich – wo sind die Grenzen?

Mgl. Antworten: Tun, wozu ich Lust habe; Illusion, schöner Traum, Leben ohne Zwang, usw…

S. 35 A3 und A4 Texte „Freiheit philosophisch“ „Freiheit theologisch“

A3 (Freiheit philosophisch)

  • Es gibt keine grenzenlose Freiheit (die hätte nur ein Gott)
  • Grenzen: das Leben in der Gesellschaft, Natur (Geschlecht, biologische Bedürfnisse).
  • Wir sind nur frei in einem gewissen Rahmen
  • Diese Form der Freiheit lässt uns aber z.B. eine Wahl treffen und
    Verantwortung für etwas zu übernehmen.
  • Dieses Bewusstsein bzw. Gewissen ist etwas Kompliziertes, aber auch etwas Großartiges. Es unterscheidet uns von den Tieren

 A4 (Freiheit theologisch)

  • Freiheit wird heute oft missverstanden als Unabhängigkeit von Zwängen.
  • Das fühlt sich zwar kurzzeitig gut an, schadet aber der Gemeinschaft und kann abhängig machen
  • Freiheit muss nach ihrem Nutzen fragen
  • Bibel: menschl. Freiheit steht in Abhängigkeit zu Gott und zeigt sich positiv im Umgang mit anderen (als gelingende Freiheit)
  • Freiheit ist ein Geschenk Gottes, aus dem man etwas machen soll, d.h. Verantwortung f.d. Gemeinschaft übernehmen soll

Vergleich beider Ansätze:

a) gemeinsam:Grenzenlose Freiheit gibt es nicht: Freiheit und Verantwortung gehören zusammen; (Schuld, Gewissen); Verantwortete Freiheit kann Großartiges leisten

 b) untershciedlich: Texte unterscheiden sich durch die Gottesfrage (nur in Text 2). Text 1 stellt allein den Menschen ins Zentrum