Jg 12: Jesus, der Christus -kompletter Entwurf

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Bezug: Religionsbuch Cornelsen S.178-219: Wer ist Jesus für uns heute?

Wer war Jesus wirklich?

Arbeitsblatt: Vom historischen Jesus zum kerygmatischen Christus

Ergänzung: Außerchristliche Quellen – Josephus

    Informationsblatt:  Hoheitstitel Jesu

Was ist das Reich Gottes?

Arbeitsblatt: Das Königreich Gottes ist herbeigekommen
Was meint Jesu Botschaft vom kommenden Gottesreich?
Moltmann-Reich Gottes SB S195f
Schlüsselwissen – was ist ein Gleichnis
Link: Liste aller Gleichnisse (Wikipedia)

Was würde Jesus tun? Die Bergpredigt

Text: Die Bergpredigt – Was fordert Jesus von uns

 

Wen wundert was?

a)Lies die Texte M18 bis M20 auf den Seiten 200 bis 202 im Buch und bearbeite die Aufgaben dazu!

b) Lies die Texte M21 und M22 und bearbeite die Aufgabe 1 auf Seite 203!

c) Lade dir abschließend das folgende Info-bzw. Arbeitsblatt herunter und beantworte die Frage unten!

Neutestamentliche Wundergeschichten – wie sie sich verstehen lassen

Für uns gestorben!? Die Anstößigkeit des Kreuzes Jesu

a) Schaue dir die folgende Karikatur an, beschreibe sie und deute die mögliche(n) Aussageabsicht(en) des Zeichners!

 

( Klicken zum Vergrößern!)

 

 

 

b) Nimm persönlich Stellung zur im Christentum zentralen Glaubensaussage „Jesus ist für mich und meine Sünden gestorben!“
Was bedeutet diese Aussage für dich?
(Beachte: im Gegensatz zur Karikatur ist diese Aussage diesmal ironiefrei gemeint)

c) Fasse im Schulbuch die zentralen Aussagen aus M24 zusammen!

d) Beantworte die Fragen 1-3 auf Seite 205!

Die Bibeltexte dazu findest auf diesem Textblatt.

Leiden und Sterben Jesu im Vergleich von Markus 15 und Johannes 18

Du kannst aber natürlich auch eine Online-Bibel benutzen.

Die Erzählungen vom Leiden und Sterben Jesu im Vergleich – Lösung

e) Lies auf Seite 205 den Text M25 und bearbeite Aufgabe 1!

f) Bearbeite zunächst auf Seite 207 die Aufgabe 1;
– lies dann auf den Seiten 206 und 207 die Informationen zu den historischen bzw. biblischen Deutungen des Todes Jesu und fasse sie in Stichworten zusammen!
– Bearbeite dann auf Seite 207 die Aufgaben 2 bis 4!

Ergänzung: Die „Satisfaktionslehre“ des Anselm von Canterbury

AnselmvCanterbury

g) Moderne theologische Deutungen des Todes Jesu

  • Lies im Schulbuch den Text M27 auf Seite 207 und bearbeite die Aufgabe auf Seite 208 oben!
  • Lies folgenden Text von H. Zahrnt und beantworte die Fragen dazu:

warummussteJesussterben-I

  • Lies folgenden Text von K.-P. Jörns und löse die Aufgabe!

WarummussteJesus sterben-II

 

Text Zahrnt:

  • Ablehnung der traditionellen Deutungen, da dies zweifelhafte Folgen für das christliche  Gottesbild(->Gott ist grausam) und jüdische Gottesbild hat (-> Die Juden sind Werkzeuge für das von Gott gewollte Töten Jesu gewesen)
  • Bevorzugung des „Stellvertreter-Gedankens“: Beglaubigung der Botschaft Jesu von der Liebe Gottes durch Jesus Christus. Er ist bewusst gestorben für seine Botschaft gestorben, hat also seinen Tod in Kauf genommen, damit wir als Christen die unbedingte Wahrheit dieser Botschaft Jesu erkennen können: Gott ist so, wie Jesus ihn verkündet hat, nämlich als liebenden Vater, der die Herzen der Menschen gewinnen will.

Text K.-P. Jörns:

  • Ablehnung der traditionellen Deutungen, da Gottes Liebe keine Vorbedingungen braucht, Sünden vergibt etc. Dies entspricht auch der Lehre Jesu in der Reich-Gottes-Botschaft Jesu. Jesus hat auch seinen Jüngern die Vollmacht der Sündenvergebung erteilt und zugleich das priesterliche Vorrecht der kultischen Sündenvergebung in Ritualen bestritten (also die zur Zeit Jesu bekannten wie das Sündenbock-Ritual etc.).
  • Sowohl die biblische als auch die kirchliche Lehre haben diesen „Abschied Jesu“ von der kultischen Sühnetradition (Sünde muss durch Blut gesühnt werden) nicht ernst genommen, weil sie damit Gottes Liebe wieder zu etwas Bedingtem machen
  • Forderung: Bisherige Glaubenslehren (auch die ntl.!) nicht mehr verwenden, sondern in Entsprechung zur Lehre Jesu Gottes unbedingte Liebe verkünden, die sich unter den Menschen als „schwerer Dienst der Nächstenliebe“ zeigt…

Text M27 W. Huber (S.207) (erklärt gut, was K.-P. Jörns meint)

Das Leiden Jesu folgt einem typisch menschheitsgeschichtlichen Mechanismus, nämlich der Suche nach einem Opfer/ Sündenbock in unsicheren Zeiten, wenn die Menschen wieder zur Ruhe kommen wollen. Mit der Opferung „reinigt und befriedigt sich eine Gemeinschaft“ wieder.

  • Die Evangelien drehen mit den Erzählungen über Jesu Leiden und Tod hier aber den Spieß um: Das Opfer Jesus wird von Gott auferweckt, die Täter werden dadurch verurteilt, ihr Tun fällt auf sie zurück.
  • So rückt in diesen Geschichten die Sorge um das unschuldige Opfer in den Fokus, nicht mehr die um die (kultische) Selbsterlösung und wiederhergestellte Reinheit der Gemeinschaft.
  • Damit möchten die Evangelien betonen, dass zukünftige Opferhandlungen des alten Typs ein für allemal erledigt sind.
  • An deren Stelle tritt die vergebende und erlösende Liebe und Zuwendung Gottes zu allen Menschen, bekräftigt durch die Auferstehung Jesu.
  • Die Herrschaft des Bösen ist besiegt (und damit werden alle Versuche, Menschen zu Opfern zu stempeln, ad absurdum geführt). An seine Stelle tritt die Herrschaft Gottes
  • Aus dieser christlichen Grundeinsicht sollte eine bleibende gesellschaftliche Sorge für zu Opfern gestempelte Menschen (v.a. aus Randgruppen) erwachsen und das moralische Beurteilen und Handeln einer Gesellschaft bestimmt sein.
    Sie bessert sich nicht dadurch, dass sie bestimmte Menschen zu schuldigen Opfern erklärt, sondern sich gerade um sie – der Barmherzigkeit Gottes entsprechend – kümmert!

Eine sehr anschauliche Vertiefung zu den Umständen, die zur Kreuzigung Jesu führten, findet ihr im folgenden Video!

Was bedeutet Auferstehung für mich?

a) bearbeitet bitte auf Seite 209 die Aufgabe M29!

b) Nun unternehmen wir gemeinsam einen Ausflug in die Welt Universitäten, genauer der historischen und theologischen Wissenschaft.

Wir hören bzw. sehen uns Vorträge über die Frage der Auferstehung an.
(Übrigens: das ist zur Zeit die übliche Art, wie Studenten coronabedingt ihre Vorlesungen besuchen – online halt. Anders ist ja z.Zt. nicht erlaubt)

Bitte beginnt zunächst mit diesem Video hier (und notiert euch das Wesentliche, genau wie in einer Online-Vorlesung!):

 

c) Auf Youtube findet ihr zum Stichwort „Auferstehung“ jede Menge weiterer Videos, seriös-wissenschaftlich,
missioniarisch, zustimmend, ablehnend usw. usw…

d) Bitte lest im Buch die Texte M30 bis M32 auf den Seiten 209 bis 211 und fasst sie zusammen!
In Ergänzung zu M30 benötigt ihr zusätzlich diesen Text hier:

luedemann-auferstehung

 

Positionen zur Auferstehung (Lösung)

Und zum Abschluss noch eine weitere interessante Überlegung zur Frage, ob Jesus tatsächlich „leibhaftig“ auferstanden ist:

Was bedeutet Auferstehung-F.-J.Nocke#

Jesus aus der Sicht anderer Religionen

a) Lest die Texte auf den Seiten 212-215 und bearbeitet die Aufgaben M33 Nr.1; M34 Nr.1; M35, Nr. 1-3!
Die Lösung: https://willenberg-clp.de/jg12-jesus-in-anderen-religionen

b) Wenn es zeitlich noch möglich ist, recherchiert bitte eigenständig, wie Jesus im BUDDHISMUS und im HINDUISMUS gesehen wird.
Was verbindet hier Christen und Buddhisten/Hinduisten im Blick auf Jesus miteinander, was trennt sie?

— Ende des Kursthemas —

Weiter geht es mit dem Thema Jg 12: Theologische Anthropologie (ab Junuar 2021)