Jg 12: Hausarbeit Positionen Auferstehung Jesu

Print Friendly, PDF & Email
G. Lüdemann:

  • Die Auferstehung Jesu ist nicht historisch beweisbar, sondern beruht auf sekundären, späteren Visionen. Sie ist ein frommer Betrug

Begründung:

  • Die Erzählungen der Evv. sind fromme Legenden, keine Augenzeugenberichte
  • Auch die Geschichten vom leeren Grab sind unbeweisbar, haben keinen Beleg bei Paulus
  • Die Osterbekenntnisse der paulin. Briefe beruhen z.B. auf einer Petrus-Vision, die als solche per se nicht objektiv behandelbar ist
  • Die Schlussfolgerung der hist.-krit. Methode (Auferstehung in die Verkündigung) ist daher unredlich, weil sie am Ende doch den Glauben an etwas verlangt, was nicht auf hist. Tatsachen beruht
D. Sölle:

  • Auferstehung ist Ausdruck der Hoffnung, dass das Unrecht auf der Erde nicht siegen wird

Begründung:

  • Den ersten Christen war nicht die Einmaligkeit der Auferstehung Jesu wichtig, sondern die Schlussfolgerungen daraus. Glaube ist eine unzerstörbare Lebenskraft, in der der Begriff „Ewigkeit“ hauptsächlich das Einverständnis mit der guten Schöpfung Gottes meint. Niemand ist bei Gott vergessen.
  • Die biologischen/ naturwissenschaftlichen Aspekte sind so gesehen nicht von besonderer Bedeutung
K. Beck (Politiker, kein Theologe)

  • Durch die Berichte der Auferstehung Jesu wird für jeden Gläubigen eine persönliche Hoffnung bildhaft gemacht: es geht um eine „unerforschliche Perspektive“ über unser irdisches Leben hinaus, die Trost und Hilfe sein kann
  • Diese Hoffnung hat bereits Auswirkungen auf unser irdisches Leben (individuell und kollektiv)
  • Dies sollte auch Konsequenzen für politisches Handeln habe:
    – keine Duldung von Ungerechtigkeiten
    – Drang nach Veränderung zum Besseren in der Gesellschaft
    – Politik muss grundsätzlich visionär sein, nicht nur gegenwärtig-realistisch
    – Die Botschaft von der Auferstehung beinhaltet auch die Akzeptanz der nur begrenzten menschlichen Möglichkeiten (mgl. Scheitern ist einberechnet (s. Schicksal Jesu))
  • Auferstehung ist so gesehen nicht nur Ostern