Jg 7: Lutherfilm (Teil 1)

Der Unterschied zwischen Spielfilm und Dokumentation?

  • Bei einem Spielfilm sind vor allem Drama und Spannung wichtig. Der Film muss das Publikum in seinen Bann ziehen.
    Dabei müssen nicht alle gezeigten Szenen wirklich so passiert sein. Spielfilme weichen oft stark von der eigentlichen Geschichte ab.
  • Dokumentationen versuchen einen möglichst neutralen Blick auf die Dinge zu haben und dabei nicht so stark auf eine Spannung
    zu setzen. Das heißt aber nicht, dass sie langweilig sein müssen.
  • Bei dem Film „Luther“ von 2003 handelt es sich um eine Mischung aus beiden Teilen: Es wurde versucht, den Film spannend
    zu machen und das Publikum zu begeistern und gleichzeitig nicht zu viele historische Fehler einzubauen.

 

Filmausschnitt 1 –  Luther als Mönch und als Mensch

  1. Wie wirkt Martin auf dich?
    • Er wirkt bereits gut gebildet, allerdings auch unsicher, verwirrt und ängstlich.
  2. Wer ist Staupitz?
    • Staupitz ist ein sehr netter Mönch, der für Martin da ist und ihm hilft, sich im Kloster einzuleben.
    • Er verurteilt Martin nicht für seine verzweifelten Gedanken über den Zorn Gottes, sondern hilft ihm sich besser zu fühlen.
    • Er ist daher das ganze Gegenteil von Martins leiblichen Vater.
  3. Martin und Staupitz unterschiedliche Vorstellung von Gott:
    • Martin hat Angst, dass Gott ihn nicht liebt und irgendwann bestrafen wird. Martin verurteilt Gott, dass er die Menschen
      voller Sünde und Fehler auf die Welt schickt und ihnen dann sauer ist, wenn sie sich nicht gut verhalten können.
    • Staupitz hilft Martin herauszufinden, dass nicht Gott auf ihn sauer ist: In Martins Verzweiflung hat er angefangen auf Gott
      sauer zu sein. Staupitz macht Martin dagegen Mut: Wenn er seinen Blick auf Christus und seine Erlösung richtet, dann ist
      Gott kein böser Richter, sondern ein liebender Gott.

 

Filmausschnitt 2 – Luther in Rom

  1. Martins Gedanken auf der Treppe:
    • Das hier ist doch alles Geldmacherei! Alles kann man hier kaufen, angeblich selbst das eigene Seelenheil!
    • Wer kann schon sagen, ob das hier wirklich stimmt. Ob ich hier wirklich durch so einen Zettel und ein bisschen
      Beten meinen Urgroßvater retten kann?
    • Und diese vielen Leute hier glauben das Ganze einfach – und dabei wird ihnen ihr ganzen Geld abgenommen!
    • Ich spüre, dass das hier falsch ist. Das kann so nicht richtig sein. Jemand muss dem irgendwann ein Ende bereiten.

 

Filmausschnitt 3 – Das Begräbnis des Jungen

  1. Wieso hat Luther den Jungen trotzdem auf dem Friedhof begraben?
    • Luther erklärt, dass Gott ein liebender Gott sein muss. Er ist der Meinung, dass ein Junge, der sich umbringt, genauso
      wenig an seinem Tod schuld ist, wie wenn jemand überfallen und getötet wurde. Er spricht davon, dass der Mensch hier der
      Opfer des Teufels geworden ist.

 

Filmausschnitt 4 – Luthers neue Lehre

  1. Was ist Luther in seiner Predigt wichtig:
    • Luther erklärt, dass alle Menschen, die nur Gottes Zorn sehen, nicht sein wahres Gesicht sehen könnten.
    • Er glaubt hingegen, dass wenn man wahrhaft an Jesus Christus als Erlöser glaubt, dass man einen Gott der Liebe hat:
      Wer Gott vertraut sieht sein freundliches Herz.
    • Auch wenn einem der Teufel erklärt, dass man Tod und Hölle verdient hätte, so kann man laut Luther dennoch antworten:
      Natürlich habe ich das verdient. Aber ich kenne jemanden, der für alle meine Schuld gestorben ist.
  2. Was kritisiert Luther in seiner Vorlesung:
    • Luther kritisiert auf lustige Weise den Ablasshandel und die Anbetung von Reliquien. Beides soll angeblich dabei helfen,
      weniger Zeit im Fegefeuer zu verbringen. Das hält Luther für Unsinn.

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