Jg 7: Lutherfilm (Teil 2)

Filmausschnitt 5 –  Der Papst und seine Anhänger

  1. Drei neue Charaktere:
    1. Aleander
      • Er wird dem Papst vorgestellt und scheint machthungrig zu sein. Vielleicht möchte er Erzbischof werden; vielleicht Kardinal?
      • Er sagt zu Cajetan, dass er Gott mit ganzem Herzen dienen möchte.
      • Er scheint ein Gegner Luthers zu sein.
    2. Cajetan
      • Er ist ein Kardinal des Papstes und diente bereits dem Vorgänger: Papst Alexander VI.
      • Er hofft, dass Papst Leo das Christentum erneuern und so retten wird.
      • Er scheint ein Gegner Luthers zu sein.
    3. Leo
      • Ist der neue Papst.
      • Er braucht dringend Geld für einige Projekte: Die Türken greifen Österreich an und er will diese beschützen, er findet, dass Rom eine hässliche Stadt ist.
      • Vor allem braucht er aber Geld für eine neue und große Kirche, die er bauen möchte: Die Basilika des heiligen Petrus. Wir kennen sie heute unter dem Namen: „Petersdom“
  2. Wofür braucht Papst Leo das Geld?
    • Er braucht das Geld für einige Projekte, darunter vor allem den Bau der Basilika für den heiligen Petrus. (Siehe 1.)
  3. Wer soll das Geld für Papst Leo besorgen?
    • Johann Tetzel soll ihm das Geld besorgen. Wie, erfährt man in der nächsten Szene.

 

Filmausschnitt 6 – Roms Geschäft mit der Angst

  1. Wie überredet Johann Tetzel die Menschen?
    • Johann Tetzel benutzt die Angst der Menschen vor Feuer: Er zündet (vermutlich mit einem Trick) seine eigene Hand an und erträgt kurz die Schmerzen.
    • Die Menschen sind hiervon und von seiner Wunde, die er anschließend präsentiert schockiert und fürchten sich. Daraufhin werden Banner fallen gelassen, auf denen Menschen am ganzen Körper brennen.
    • Er lässt die Menschen überlegen, wie es sich anfühlen muss, wenn man viele Jahre lang in der Hölle brennen müsste.
    • Abschließend zeigt er den Menschen einen Ausweg. In seinen Worten handelt es sich um dein einzigen Ausweg und der sei nur an diesem Abend und nur bei ihm, Johann Tetzel, käuflich als Ablass zu erwerben.
    • Hierdurch erhalten die Menschen wieder Hoffnung und können sich von der Angst vor dem Fegefeuer befreien.
  2. Wie funktioniert der Ablasshandel?
    • Die Menschen und/oder ihre Angehörigen müssen aufgrund ihrer eigenen Sünden jeweils eine sehr, sehr lange Zeit im Fegefeuer schmoren.
    • Um diese Zeit zu verkürzen oder sich sogar ganz davor zu bewahren, können die Menschen für sich selbst oder ihre Lieben einen sogenannten Ablassbrief von Johann Tetzel kaufen, der wiederum die Erlaubnis vom Papst hat.
    • Anschließend soll diese Zeit im Fegefeuer der Hölle verkürzt werden.

 

Filmausschnitt 7 Luther und Marie: Die Hoffnung der Mutter

  1. Was entgegnet Luther der Mutter?
    • Luther erklärt Marie, dass es sich bei dem Ablassbrief nur um ein wertloses Stück Papier handelt. Die Worte darauf bedeuten erst einmal nichts.
    • Luther ermuntert Marie stattdessen, Vertrauen in Gottes Liebe zu haben und sich ihr Geld lieber für Essen für ihr Kind aufsparen sollte.
    • Er gibt ihr das Geld wieder, dass sie für den Brief verschwendet hat.
  2. Wieso reagiert Marie erschrocken?
    • Marie hat ja bereits ihr weniges Geld für diesen Brief ausgegeben. In genau diesen Ablassbrief hatte Marie ihre ganzen Hoffnungen gesetzt.
    • Sie war stolz und erfreut und hatte gehofft ihre Tochter vor dem Fegefeuer bewahren zu können.
    • Doch nun hat Luther ihr diese Hoffnung genommen und verlangt von ihr Vertrauen in den liebenden Gott. Im ersten Moment ist es daher nachvollziehbar, wenn Marie verwirrt ist und sich fürchtet, hat sie doch die ganzen bösen Bilder von Johann Tetzel im Kopf!

 

Filmausschnitt 8 – Luther und Cajetan 1 – Das Vorgespräch

  1. Argumente, die Luther bringen könnte (Lösungen von euch + Ergänzungen):
    • Das Geld vieler Menschen reicht kaum zum Überleben und für das tägliche Brot: Ihr könnt sie nicht berauben, indem ihr ihnen diese Ablässe verkauft. Selbst wenn es stimmen würde, bliebe ihnen nichts mehr zum überleben.
    • Gott ist ein gnädiger Gott! Er vergibt allen Menschen, wenn sie ernsthaft bereuen und auf ihn vertrauen.
    • Wie könnte ich mich durch ein Stück Papier, dass ich auch noch selbst gekauft habe, von meinen Sünden befreien? Das ändert und nützt gar nichts.
    • Ihr betrügt die Menschen nur, weil ihr Geld haben wollt. Ihr spielt mit ihren Ängsten und könnt ihnen im Gegensatz gar nichts außer einem Stück Papier anbieten: Nur Gott kann vergeben, nicht wir Menschen.
  2. Argumente, die Cajetan bringen könnte (Lösungen von euch + Ergänzungen):
    • Niemand zwingt die Menschen die Ablässe zu kaufen. Sie können sich selbst entscheiden, ob sie so etwas kaufen.
    • Für die Zukunft haben sie durch diesen Ablass weniger Sorgen vor der Zukunft: Ist das nicht auch etwas wert? Wenn sie sich freigekauft haben, können sie anschließend ihr Leben ohne Angst weiterleben.
    • Für Gottes Liebe gibt es keinen Beweis. Mithilfe der Ablassbriefe haben die Menschen aber etwas Materielles in der Hand. Das gibt ihnen Klarheit.
    • Woher wollt ihr wissen, dass das Papier nichts bringt: Die Beichte funktioniert doch auch schon seit vielen Jahrhunderten.
    • Eure Vorstellung von Gott ist falsch: Er liebt nicht einfach nur, denn er ist ein strenger Richter und er beurteilt uns alle. Seinem Urteil können wir nicht von selbst entfliehen. Dazu brauchen Menschen die Hilfe der Kirche!
    • Wenn der Papst Geld braucht, dann ist das ein erlaubtes Mittel, an dieses Geld heranzukommen.

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