Jg10: Die Position von P. Singer

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Zusammenfasssung des Textes auf Seite 88 im Schulbuch:

  • Nach der Auffassung des australischen Philosophen Peter Singer sind die entscheidenden Kriterien für die Würde des Menschen die Fähigkeit, autonom, selbstbewusst und glücklich zu leben.
  • Säuglinge sind noch keine Menschen, denen man im vollen Sinn Wert und Würde zusprechen kann, weil sie noch nicht über Rationalität, Autonomie und Selbstbewusstsein verfügen.
  • Sie stehen so gesehen auf der gleichen Stufe mit nicht-selbstbewussten Tieren.
  • So ist sogar die Tötung eines behinderten Säuglings zu rechtfertigen, wenn dadurch später gesund geborene Kinder (und ihre Eltern) mehr Glück/ Lebensnnutzen erfahren könnten

-> Singers Ansatz kann so gesehen dem ethischen „Utilitarismus“ zugerechnet werden (Argument des größtmöglichen Nutzens)

Diskussion im Unterricht:

  • eine gedankliche Nähe zum ethisch verwerflichen Handeln des Nationalsozialismus (T4/ Euthanasie) ist herleitbar, selbst, wenn Singer dies nicht beabsichtigt hat
  • Dies gilt v.a., wenn Singers Argumentation vom individuellen Nutzen der Eltern auf die ganze Gesellschaft ausgeweitet wird (-> Kosten / Nutzenrechnungen!)

 

Gegenargumente (Schulbuch S.89):