Jg10: Infos zur Pränataldiagnostik

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Folgende Infos zur Pränataldiagnostik werden hier vorgestellt:
• Pränataldiagnostik bedeutet „vorgeburtliche Diagnostik“. Unter diesem Begriff werden Tests zusammengefasst, die gezielt nach Hinweisen auf Fehlbildungen oder Störungen beim ungeborenen Kind suchen.
Die Ergebnisse sind jedoch nicht immer eindeutig.
• Zur Pränataldiagnostik gehören spezielle Untersuchungen, die über die regulären, im Mutterpass vorgesehenen Vorsorgeuntersuchungen hinausgehen.
Mit ihnen wird gezielt nach Hinweisen auf mögliche Fehlbildungen, Chromosomen-Abweichungen und erblich bedingte Erkrankungen beim ungeborenen Kind gesucht.
• Von pränataldiagnostischen Untersuchungen erhoffen sich viele Frauen und Paare die beruhigende Gewissheit, dass mit dem Kind alles in Ordnung ist.
Doch eine Garantie für ein gesundes Kind kann die Pränataldiagnostik nicht geben. Für alle pränataldiagnostischen Untersuchungen gilt:
• Nur ein Teil möglicher Beeinträchtigungen kann überhaupt während der Schwangerschaft festgestellt werden.
• Die Testergebnisse sind häufig nicht eindeutig, sodass sie unter Umständen weitere Untersuchungen nach sich ziehen.
• Viele Behinderungen und Entwicklungsstörungen des Kindes können zwar mit pränataldiagnostischen Verfahren erkannt werden,
eine Behandlung in der Schwangerschaft ist jedoch nur bei wenigen Krankheiten möglich.
• Die Testergebnisse sagen meist wenig darüber aus, wie schwer eine Krankheit oder Behinderung verlaufen und welche Einschränkungen sie genau mit sich bringen wird.
Die Tests können auch Erkrankungen oder Behinderungen übersehen. Deswegen sind auch Fehlalarme möglich.
• Für schwangere Frauen und werdende Väter, die eine vorgeburtliche Diagnostik in Erwägung ziehen, ist es deshalb wichtig,
sich über die einzelnen Verfahren zu informieren und mögliche Konsequenzen zu bedenken, bevor sie sich für oder gegen Pränataldiagnostik entscheiden. (Quelle: familienplanung.de)