Jg11BBS: Jesus – ein Lebenslauf

1.) Der (vermutliche) Lebenslauf Jesu:

– geboren kurz vor Ende der Regierungszeit von Herodes d. Gr. ( um 4 v.Chr) (Vasallenkönig im Auftrag der Römer)
in Nazareth (Galiläa)
– Mutter Maria (recht jung); Josef, ihr Verlobter, älter, (ein Handwerker) als Vater
–  erlernte den Beruf des Vater, erhielt auch elementare jüdische Bildung, lernte die Tora lesen und verstehen
– Muttersprache: aramäisch
– In den 20er Jahren des 1. Jh n.Chr. schließt er sich der Täuferbewegung des Johannes an und ließ sich von diesem im Zeichen der Buße und Vergebung der Sünden taufen
– Trat später als unabhängiger Wanderprediger auf
-mit einer Botschaft, die die Gnade Gottes betonte, begeisterte er viele aus dem einfachen Volk
– er berief 12 Jünger >(-> Schüler) als seinen engsten Kreis, wurde aber auch von Frauen begleitet
– er verlangte von den Anhängern, sich von Besitz, Familie , Sicherheit und Freiheit loszubinden um bereit zu sein für die Gottesherrschaft
– er sprach in Gleichnissen von Gott als einen barmherzigen, liebevollen Vater
– durch Heilungen machte er deutlich, dass Gottes Reich das Ende alles Bösen bedeutet
– er sprach und aß mit Zöllnern, Prostituierten und anderen ausgegrenzten Sündern, vergab ihre Sünden (was auch Spott zur Folge hatte: „Fresser und Weinsäufer“)
– er legte die Tora (1. bis 5. Buch Mose) neu aus, verschärfte ihre universal gültigen Aspekte; so radikalisierte er die Gottes- und Nächstenliebe, forderte auch die Feinde zu lieben; bei den rituellen Geboten wollte er den Sinn, das Wohl der Menschen deutlich machen (die Tora ist für den Menschen da, nicht umgekehrt)
– Damit erntete er Zuspruch, aber auch Widerspruch. Dies diskutierte er leidenschaftlich mit Pharisäern
– er zog nach einigen Monaten (bis 3 Jahren) öffentlichen Wirkens nach Jerusalem zum Passafest
– er brachte durch radikale Kritik am Tempel („zu einer Räuberhöhle gemacht“) die Priesterschaft gegen sich auf
– Die Römer sahen ihn als Gefahr und Erzeuger für Unruhen an und deshalb wurde er zum Tode verurteilt
– Am Freitag des jüdischen Monats Nissan wurde er gekreuzigt, auf Befehl des amtierenden römischen Gouverneurs Pontius Pilatus (zw. 27 und 33 n.Chr.)

 

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