Jg12: Das Menschenbild nach Genesis 3

Zu Genesis 3 (Schulbuch S. 243)

Der Mensch ist eigentlich von Gott „gut“ geschaffen worden (vgl. Genesis 1)

Jedoch können ihn verführende Kräfte (hier: die Schlange) ihn dazu bewegen, das Gute zu verlassen und das Böse zu wählen.
Aber es ist letztendlich aber immer noch ihre eigene freie Entscheidung (s. Thema „Freiheit“).

Die Folge sind Scham, Unfreiheit und Qual.−Der Mensch erscheint also als schwach und verführbar, schwankend in seinen Prinzipien−

Dennoch erhält Gott am Ende die Beziehung zu ihm aufrecht, wenngleich nicht mehr in einer „paradiesischen“ Art.

Der „Sündenfall“ hat ihn von Gott getrennt, die Beziehung ist (immer wieder) gestört und bedarf einer „Entstörung“.
(-> nach christl. Verständnis geschieht dies durch den Tod und die Auferstehung Jesu Christi).

 

C. Westermann:

  • Genesis 3 will aufzeigen, dass der Menschen eigentlich schon immer ein begrenztes Geschöpf, eines mit Fehlern ist, das deswegen „von Gott getrennt“ ist.
  • Es geht also nicht darum, im historisch-chronologischen Sinne einen „paradiesischen“ Urzustand zu behaupten, der im Kontrast zur Gegenwart des Menschen stünde (und zu dem man theoretisch zurückkehren könnte)
  • Vielmehr soll aufgezeigt werden, dass Gott beständig zum Menschen steht, obwohl er ein Sünder ist – und damit auch „böse“ sein kann

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