Jg12: Homosexualität im Christentum

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a) katholische Kirche

  • Die Segnung gleichgeschlechtlicher Paare ist nach katholischer Lehre nicht möglich, da sie eine Sünde darstellt.
    Dies ist nur bei einer traditionellen Eheschließung zwischen Mann und Frau möglich, die ihrerseits eines der sieben Sakramente darstellt.
    Trotz dieser Verweigerung betont die kath. Kirche auch die positiven Elemente einer (zivilrechtlich geschlossenen) homosexuellen Partnerschaft und wendet sich gegen jede Diskriminierung, selbst, wenn sie eigentlich „gegen Gottes Willen“ ist. Aber eine Segnung ist kirchenrechtlich nicht möglich

b) Ev. Kirche (in Oldenburg)

In der Evangelisch-lutherische Landeskirche in Oldenburg ist die kirchliche Trauung für homosexuelle Paare seit 2018 möglich und folgt damit der politischen Entscheidung des des Bundestages vom 20. Juni 2017 zur „Ehe für alle“.  Der Beschluss hält fest, dass die gültige Eheschließung nach staatlichem Recht die Voraussetzung für die kirchliche Trauung sei. Die Trauung wird als Amtshandlung in das Kirchenbuch der Gemeinde eingetragen. Vorher durften gleichgeschlechtliche Paare nur in besonderen Gottesdiensten gesegnet werden (seit 2003).

Damit folgt die Ev.luth. Kirche in Oldenburg entsprechenden Regelungen anderer evangelischer Landeskirchen.

c) Freikirchen/Pfingstgemeinden

In den Freikirchen wird in der Regel eine gleichgeschlechtliche Partnerschaft unter Verweis auf entsprechende alttestamentliche Bibelstellen (v.a. Levitikus 18,22) abgelehnt.
Sie ist eine Sünde gegen Gottes Willen, und deswegen ist selbstverständlich auch keine Segnung möglich
Homosexuellen Mitgliedern wird deswegen unbedingte Enthaltsamkeit angeraten oder eine „Konversionstherapie“ empfohlen, um sie ggf. von ihrem „Leiden“ befreien zu können.
Da die Anzahl der Freikirchen und ihre jeweilige Position in Deutschland aber recht unübersichtlich ist und jede Gemeinschaft jeweils ihre eigenverantwortliche Position definiert, ist hier ein
genaueres differenziertes Urteil nicht möglich. Möglicherweise gibt es auch andere Auffassungen.

 

d) Eure Stellungnahmen vom 28.04.2021

PRO:
 Der Glaube zu Gott und die Liebe zu dem Partner sind am wichtigsten.
Jeder sollte sein Leben so leben wie er/sie es möchte unabhängig davon, wen oder was er/sie liebt.
Jeder soll sein Leben mit den Personen leben wie er will.
Es sollte jedem möglich sein, den Partner/ die Partnerin, den/ die man liebt zu heiraten, unabhängig von der Sexualität.
Es ist keine Entscheidung homosexuell zu sein, so wie es auch keine Entscheidung ist, heterosexuell zu sein.Jeder ist Gottes Kind/ Gott liebt jeden, ob in einer gleichgeschlechtlichen Ehe oder nicht

CONTRA:
Meiner Meinung nach ist Homosexualität nach wie vor Sünde und damit vertrete ich die Stellung de Bibel.
Jeder der Glaube, der nicht in die Tat umgesetzt ist, is tot. (Jakobus 2:20,26)
So bewahrt nun die Worte dieses Bundes und tut sie…(5.Mose29:8)→ alle Gebote Gottes müssen eingehalten werden und nicht nur die, die uns passen.(Römer 1)
Seh ich genau so