Jg12: Positionen Rousseau und Hobbes (Gut oder Böse?)

JEAN-JACQUES ROUSSEAU (18. Jhdt.):

Der Mensch ist von Natur aus GUT

Der natürliche Mensch ist sanft und befriedigt individuell seine natürlichen Bedürfnisse (der „edle Wilde“/„noble sauvage“)

Die Entgleisungen (das Böse) kommen von den anderen (durch die Konfrontation mit ande­ren). Gründe dafür sind:

  • der Besitzdrang des Menschen, den er gegenüber den anderen durchsetzt, Folgen: Verbrechen, Krieg, Mord
  • das Einfordern des Rechtes auf Achtung/Respekt von anderen,
    Folgen:  Beleidigung, Streit

Notwendige Reaktion:

Erst ein Gesellschaftsvertrag (contrat social) dämmt die Entgleisungen ein.

Dazu muss sich jeder unter die oberste Leitung des allgemeinen Willens stellen

THOMAS HOBBES (17. Jhdt.)

Der Mensch ist von Natur aus BÖSE („homo homini lupus“)

In der menschlichen Natur liegen drei Konfliktursachen:

  • Konkurrenz -> gewinnen wollen/Gewalt
  • Misstrauen -> Verteidigung der eigenen Sicherheit
  • Ruhmsucht -> Erhöhen des eigenen Ansehens

Erst so befriedigt der Mensch seine eigenen Wünsche.

Notwendige Reaktion:

Ein starker Staat/Diktator muss die „böse Natur“ des Menschen
mit Macht eingrenzen bzw. die Menschen vor einander schützen.

 

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