Jg6: Die Berufung Mohammeds und die Entstehung des Islam

Die Berufung Mohammeds und die Entstehung des Islam

Mohammed wurde 570 n. Chr. in Mekka, einer Stadt im heutigen Saudi-Arabien, geboren. Er wuchs als Waisenkind bei seinen Verwandten auf. Mit seinem Onkel unternahm er weite Geschäftsreisen, auf denen er auch Christen und Juden kennen lernte.

Er war sehr arm und lernte weder lesen noch schreiben. Eine reiche Kaufmannswitwe verliebte sich jedoch in ihn, und beide heirateten.

In Mekka befand/befindet sich ein bedeutendes Heiligtum, die Kaaba. Von weit her kamen die Wüstenbewohner, um hier ihre Gottheiten anzubeten. Zunehmend empörte sich Mohammed über das Verhalten der Händler in Mekka. Sie verdienten viel Geld mit den religiösen Bräuchen und schauten hochmütig auf die armen Menschen herab. Aber auch die Verehrung der vielen Götter schreckte ihn ab. Daher zog er sich oft in die Einsamkeit des Berges Hira zurück, wo er betete.

Nach islamischer Überlieferung erschien im Jahr 611 n. Chr. auf dem Berg Hira der Engel Gabriel. Er beauftragte Mohammed, Gottes Wort an die Menschen weiterzugeben. Die Worte Gottes sind im Koran niedergeschrieben.

Als er in Mekka begann, Gottes Botschaft zu verkündigen, war er zunächst nicht erfolgreich, sondern musste sogar von dort fliehen.  Das war im Jahr 622 n. Chr. Dieses Ereignis nennt man im Islam auch Hidschra. Das ist für die Muslime so wichtig, dass mit diesem Jahr der islamische Kalender beginnt.

In der Stadt Jatrib (später hieß sie Medina) fand er mehr Gehör. Hier gründete er eine neue Gemeinschaft. Später kehrte er nach Mekka zurück, nachdem er mit Soldaten gegen deren Bewohner gekämpft und sie besiegt hatte.

Nun wurde Mekka zur wichtigsten Stadt für Mohammeds neue Religion. Hier zerstörte er alle Bilder der Götter, an die die Bewohner bisher geglaubt hatten und sorgte dafür, dass sie sich zu der neuen Religion bekannten, dem Islam. Übersetzt heißt dieses Wort  Unterwerfung oder auch „Hingabe“.

Mohammed hat aber meistens in Medina gelebt. Er hat 12 Frauen geheiratet und ist dort 632 n. Chr. gestorben.

Für Muslime gehört das Einhalten eines Fastenmonats zu ihren Grundpflichten. Dieser Fastenmonat heißt „Ramadan“. In diesem Monat soll der Engel Gabriel Mohammed zum ersten Mal erschienen sein.

Nach seinem Tod breitete sich der Islam schnell aus, z.B. in folgende Länder:

Syrien, Irak Palästina, Ägypten, das persische Reich.

Sogar bis nach Europa kam der Islam. Etwa 7 Jahrhunderte lang war sogar das Land Spanien islamisch!

Im Film (und auf dem Bild Seite 167) wird erklärt, dass man das Gesicht Mohammeds nicht zeigen darf. Das liegt daran, dass er vom göttlichen Licht erleuchtet wurde.

Besonders wichtig ist für Muslime der Fastenmonat, der „Ramadan“. Während des Ramadans sind Essen und Trinken von der Morgendämmerung bis zum Sonnenuntergang nicht erlaubt.

Am Ende des Ramadans wird das Zuckerfest gefeiert.

 

 

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