Jhg12: Menschenwürde nach P.Singer

Nach der Auffassung des australischen Philosophen Peter Singer sind die entscheidenden Kriterien für die Würde des Menschen die Fähigkeit, autonom, selbstbewusst und glücklich zu leben.

Säuglinge sind noch keine Menschen, denen man im vollen Sinn Wert und Würde zusprechen kann, weil sie noch nicht über Rationalität, Autonomie und Selbstbewusstsein verfügen.

Sie stehen auf der  Stufe mit nicht-selbstbewussten Tieren.

So ist sogar die Tötung eines behinderten Säuglings zu rechtfertigen, wenn dadurch später gesund geborene Kinder (und ihre Eltern) mehr Glück erfahren könnten.

Singers Ansatz kann so gesehen dem ethischen „Utilitarismus“ zugerechnet werden (Argument des größtmöglichen Nutzens)

An anderer Stelle ergänzt er:

– man soll nicht generell den Begriff „Mensch/menschlich“ verwenden, da Indikatoren dafür zB. Selbstbewusstsein, Selbstkontrolle, Sinn für Zukunft+Vergangenheit, Fähigkeit zu Beziehungen etc. bedeuten
(auch für Kant ist der Mensch „im System der Natur…ein Wesen von geringer Bedeutung“)

– er empfiehlt eine Differenzierung zw. den Bezeichnungen „Mitglied der Spezies homo sapiens“ (als rein biologisch-genetisches Kriterium) und „Person“
(Den Begriff der „Person“ benutzt auch Kant, als „Subjekt einer moralisch-praktischen Vernunft“ und damit „als Zweck an sich selbst zu schätzen“, besitzt erst damit Würde)

– Für ihn gilt die „Autonomie“ als Kriterium dafür, ob jemand mehr ist als nur ein Mitglied der Spezies „homo sapiens“, sondern eben eine Person. Wenn ja, ist der Wert höher.

-Sogar Nichtmitglieder der Spezies „homo sapiens“ können so gesehen Personen sein (Menschenaffen!), weil sie z.B. über Autonomie und Selbstbewusstsein verfügen

 

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